Muster vom 21.03.2016 Immobiliendarlehensverträge

Einführungsgesetz zum Bürgerlichen Gesetzbuche
Anlage 8 (zu Artikel 247 § 6 Absatz 2 und § 12 Absatz 1)
Muster für eine Widerrufsinformation für Immobiliar-Verbraucherdarlehensverträge

Wider­rufs­in­for­ma­ti­on
Wider­rufs­recht
Der Dar­le­hens­neh­mer* kann sei­ne Ver­trags­er­klä­rung inner­halb von 14 Tagen ohne Anga­be von Grün­den wider­ru­fen. Die Frist beginnt nach Abschluss des Ver­trags, aber erst, nach­dem der Dar­le­hens­neh­mer die­se Wider­rufs­in­for­ma­ti­on erhal­ten hat. Der Dar­le­hens­neh­mer hat die­se Wider­rufs­in­for­ma­ti­on erhal­ten, wenn sie in der für den Dar­le­hens­neh­mer bestimm­ten Aus­fer­ti­gung sei­nes Antrags oder in der für den Dar­le­hens­neh­mer bestimm­ten Aus­fer­ti­gung der Ver­trags­ur­kun­de oder in einer für den Dar­le­hens­neh­mer bestimm­ten Abschrift sei­nes Antrags oder der Ver­trags­ur­kun­de ent­hal­ten ist und dem Dar­le­hens­neh­mer eine sol­che Unter­la­ge zur Ver­fü­gung gestellt wor­den ist. Über eine in den Ver­trags­text nicht auf­ge­nom­me­ne Anga­be zum Wider­rufs­recht kann der Dar­le­hens­neh­mer nach­träg­lich auf einem dau­er­haf­ten Daten­trä­ger infor­miert wer­den; die Wider­rufs­frist beträgt dann einen Monat. Der Dar­le­hens­neh­mer ist mit der nach­ge­hol­ten Wider­rufs­in­for­ma­ti­on noch­mals auf den Beginn der Wider­rufs­frist hin­zu­wei­sen. Zur Wah­rung der Wider­rufs­frist genügt die recht­zei­ti­ge Absen­dung des Wider­rufs, wenn die Erklä­rung auf einem dau­er­haf­ten Daten­trä­ger (z. B. Brief, Tele­fax, E-Mail) erfolgt. Der Wider­ruf ist zu rich­ten an: 
Infor­ma­ti­on über das Erlö­schen des Wider­rufs­rechts
Das Wider­rufs­recht erlischt spä­tes­tens zwölf Mona­te und 14 Tage nach dem Zeit­punkt des Ver­trags­schlus­ses oder, sofern die­ser Zeit­punkt nach dem Ver­trags­schluss liegt, dem Zeit­punkt zu dem dem Dar­le­hens­neh­mer eine für ihn bestimm­te Aus­fer­ti­gung oder Abschrift sei­nes Antrags oder der Ver­trags­ur­kun­de zur Ver­fü­gung gestellt wor­den ist. Das Wider­rufs­recht erlischt auch dann, wenn die Wider­rufs­in­for­ma­ti­on oder die Anga­ben hier­zu im Ver­trag feh­ler­haft waren oder ganz unter­blie­ben sind.
Wider­rufs­fol­gen
Der Dar­le­hens­neh­mer hat inner­halb von 30 Tagen das Dar­le­hen, soweit es bereits aus­be­zahlt wur­de, zurück­zu­zah­len und für den Zeit­raum zwi­schen der Aus­zah­lung und der Rück­zah­lung des Dar­le­hens den ver­ein­bar­ten Soll­zins zu ent­rich­ten. Die Frist beginnt mit der Absen­dung der Wider­rufs­er­klä­rung. Für den Zeit­raum zwi­schen Aus­zah­lung und Rück­zah­lung ist bei voll­stän­di­ger Inan­spruch­nah­me des Dar­le­hens pro Tag ein Zins­be­trag in Höhe von   Euro zu zah­len. Die­ser Betrag ver­rin­gert sich ent­spre­chend, wenn das Dar­le­hen nur teil­wei­se in Anspruch genom­men wur­de. Wenn der Dar­le­hens­neh­mer nach­weist, dass der Wert sei­nes Gebrauchs­vor­teils nied­ri­ger war als der Ver­trags­zins, muss er nur den nied­ri­ge­ren Betrag zah­len. Dies kann z. B. in Betracht kom­men, wenn der markt­üb­li­che Zins gerin­ger war als der Ver­trags­zins.  
Gestal­tungs­hin­wei­se:
Hier sind ein­zu­fü­gen: Name/Firma und ladungs­fä­hi­ge Anschrift des Wider­rufs­adres­sa­ten. Zusätz­lich kön­nen ange­ge­ben wer­den: Tele­fax­num­mer, E-Mail-Adres­se und/oder, wenn der Dar­le­hens­neh­mer eine Bestä­ti­gung sei­ner Wider­rufs­er­klä­rung an den Dar­le­hens­ge­ber erhält, auch eine Inter­net-Adres­se.
Bei Anwen­dung der Gestal­tungs­hin­wei­se  ,   oder   ist hier fol­gen­de Unter­über­schrift ein­zu­fü­gen:
„Beson­der­hei­ten bei wei­te­ren Ver­trä­gen”.
Bei einem ver­bun­de­nen Ver­trag nach § 358 BGB ist hier ein­zu­fü­gen:
a) Wenn der Ver­trag nicht den Erwerb von Finanz­in­stru­men­ten zum Gegen­stand hat:
„– Wider­ruft der Dar­le­hens­neh­mer die­sen Dar­le­hens­ver­trag, so ist er auch an den [ein­set­zen: Bezeich­nung des ver­bun­de­nen Ver­trags] (im Fol­gen­den: ver­bun­de­ner Ver­trag)** nicht mehr gebun­den.
Steht dem Dar­le­hens­neh­mer in Bezug auf den [ein­set­zen***: ver­bun­de­nen Ver­trag] ein Wider­rufs­recht zu, so ist er mit wirk­sa­mem Wider­ruf des [ein­set­zen***: ver­bun­de­nen Ver­trags] auch an den Dar­le­hens­ver­trag nicht mehr gebun­den. Für die Rechts­fol­gen des Wider­rufs sind die in dem [ein­set­zen***: ver­bun­de­nen Ver­trag] getrof­fe­nen Rege­lun­gen und die hier­für erteil­te Wider­rufs­be­leh­rung maß­geb­lich.“
b) Wenn der Ver­trag den Erwerb von Finanz­in­stru­men­ten zum Gegen­stand hat:
„– Wider­ruft der Dar­le­hens­neh­mer den [ein­set­zen: Bezeich­nung des ver­bun­de­nen Ver­trags], so ist er auch an den Dar­le­hens­ver­trag nicht mehr gebun­den.“
Bei einem Geschäft, des­sen Ver­trags­ge­gen­stand (die Leis­tung des Unter­neh­mers) in dem Ver­brau­cher­dar­le­hens­ver­trag genau ange­ge­ben ist und das nicht gleich­zei­tig die Vor­aus­set­zun­gen eines ver­bun­de­nen Ver­trags gemäß § 358 BGB erfüllt, obwohl das Dar­le­hen aus­schließ­lich zu des­sen Finan­zie­rung dient (ange­ge­be­nes Geschäft gemäß § 360 Absatz 2 Satz 2 BGB), ist hier Fol­gen­des ein­zu­fü­gen:
„– Steht dem Dar­le­hens­neh­mer in Bezug auf das [ein­set­zen: Bezeich­nung des im Dar­le­hens­ver­trag ange­ge­be­nen Geschäfts] (im Fol­gen­den: ange­ge­be­nes Geschäft)** ein Wider­rufs­recht zu, so ist er mit wirk­sa­mem Wider­ruf des ange­ge­be­nen Geschäfts auch an die­sen Dar­le­hens­ver­trag nicht mehr gebun­den.“
Bei einem mit einem Ver­brau­cher­dar­le­hens­ver­trag zusam­men­hän­gen­den Ver­trag (§ 360 BGB), der nicht gleich­zei­tig die Vor­aus­set­zun­gen eines ver­bun­de­nen Ver­trags gemäß § 358 BGB erfüllt, kann hier Fol­gen­des ein­ge­fügt wer­den:
„– Steht dem Dar­le­hens­neh­mer in Bezug auf die­sen Dar­le­hens­ver­trag ein Wider­rufs­recht zu, so ist er mit wirk­sa­mem Wider­ruf des Dar­le­hens­ver­trags auch an den [ein­set­zen: Bezeich­nung des mit dem Dar­le­hens­ver­trag zusam­men­hän­gen­den Ver­trags] (im Fol­gen­den: zusam­men­hän­gen­der Ver­trag)** nicht mehr gebun­den.“
Hier ist der genaue Zins­be­trag in Euro pro Tag ein­zu­fü­gen. Cent­be­trä­ge sind als Dezi­mal­stel­len anzu­ge­ben.
Erbringt der Dar­le­hens­ge­ber gegen­über öffent­li­chen Stel­len Auf­wen­dun­gen gemäß § 357a Absatz 3 Satz 5 BGB und will er sich für den Fall des Wider­rufs die Gel­tend­ma­chung die­ses Anspruchs vor­be­hal­ten, ist hier Fol­gen­des ein­zu­fü­gen:
„– Der Dar­le­hens­neh­mer hat dem Dar­le­hens­ge­ber auch die Auf­wen­dun­gen zu erset­zen, die der Dar­le­hens­ge­ber gegen­über öffent­li­chen Stel­len erbracht hat und nicht zurück­ver­lan­gen kann.“
Bei Anwen­dung der Gestal­tungs­hin­wei­se  ,  ,  ,  ,  ,   oder   ist hier als Unter­über­schrift ein­zu­fü­gen:
„Beson­der­hei­ten bei wei­te­ren Ver­trä­gen.”
Dies gilt nicht, wenn bei einer ent­gelt­li­chen Finan­zie­rungs­hil­fe aus­schließ­lich der Hin­weis   ver­wandt wird und wei­te­re Ver­trä­ge nicht vor­lie­gen.
Lie­gen meh­re­re wei­te­re Ver­trä­ge neben­ein­an­der vor, kann im Fol­gen­den die Unter­rich­tung gemäß den anwend­ba­ren Gestal­tungs­hin­wei­sen auch durch eine ent­spre­chen­de, jeweils auf den kon­kre­ten Ver­trag bezo­ge­ne, wie­der­hol­te Nen­nung der Hin­wei­se erfol­gen.
Bei einem ver­bun­de­nen Ver­trag nach § 358 BGB, der nicht den Erwerb von Finanz­in­stru­men­ten zum Gegen­stand hat, ist hier Fol­gen­des ein­zu­fü­gen:
„– Steht dem Dar­le­hens­neh­mer in Bezug auf [ein­set­zen***: den ver­bun­de­nen Ver­trag] ein Wider­rufs­recht zu, sind im Fall des wirk­sa­men Wider­rufs [ein­set­zen***: des ver­bun­de­nen Ver­trags] Ansprü­che des Dar­le­hens­ge­bers auf Zah­lung von Zin­sen und Kos­ten aus der Rück­ab­wick­lung des Dar­le­hens­ver­trags gegen den Dar­le­hens­neh­mer aus­ge­schlos­sen.“
Bei einem ver­bun­de­nen Ver­trag nach § 358 BGB, der nicht den Erwerb von Finanz­in­stru­men­ten zum Gegen­stand hat, oder bei einem zusam­men­hän­gen­den Ver­trag, wenn von Gestal­tungs­hin­weis   Gebrauch gemacht wur­de, ist hier Fol­gen­des ein­zu­fü­gen:
„– Ist der Dar­le­hens­neh­mer auf Grund des Wider­rufs die­ses Dar­le­hens­ver­trags an [ein­set­zen***: den ver­bun­de­nen Ver­trag und/oder den zusam­men­hän­gen­den Ver­trag] nicht mehr gebun­den, sind inso­weit die bei­der­seits emp­fan­ge­nen Leis­tun­gen zurück­zu­ge­wäh­ren.“
Bei einem ver­bun­de­nen Ver­trag nach § 358 BGB über die Über­las­sung einer Sache oder bei einem zusam­men­hän­gen­den Ver­trag, gerich­tet auf die Über­las­sung einer Sache, wenn von Gestal­tungs­hin­weis   Gebrauch gemacht wur­de, ist hier nach­ste­hen­der Unter­ab­satz ein­zu­fü­gen:
„– Der Dar­le­hens­neh­mer ist nicht ver­pflich­tet, die Sache zurück­zu­sen­den, wenn der an [ein­set­zen***: dem ver­bun­de­nen Ver­trag oder dem zusam­men­hän­gen­den Ver­trag] betei­lig­te Unter­neh­mer ange­bo­ten hat, die Sachen abzu­ho­len. Grund­sätz­lich trägt der Dar­le­hens­neh­mer die unmit­tel­ba­ren Kos­ten der Rück­sen­dung der Waren. Dies gilt nicht, wenn der an [ein­set­zen***: dem ver­bun­de­nen Ver­trag oder dem zusam­men­hän­gen­den Ver­trag] betei­lig­te Unter­neh­mer sich bereit erklärt hat, die­se Kos­ten zu tra­gen, oder er es unter­las­sen hat, den Ver­brau­cher über die Pflicht, die unmit­tel­ba­ren Kos­ten der Rück­sen­dung zu tra­gen, zu unter­rich­ten. Bei außer­halb von Geschäfts­räu­men geschlos­se­nen Ver­trä­gen, bei denen die Waren zum Zeit­punkt des Ver­trags­schlus­ses zur Woh­nung des Ver­brau­chers gelie­fert wor­den sind, ist der Unter­neh­mer ver­pflich­tet, die Waren auf eige­ne Kos­ten abzu­ho­len, wenn die Waren so beschaf­fen sind, dass sie nicht per Post zurück­ge­sandt wer­den kön­nen.“
Der Unter­ab­satz kann wie folgt ergänzt wer­den:
„Wenn der Dar­le­hens­neh­mer die auf Grund [ein­set­zen***: des ver­bun­de­nen Ver­trags oder des zusam­men­hän­gen­den Ver­trags] über­las­se­ne Sache nicht oder teil­wei­se nicht oder nur in ver­schlech­ter­tem Zustand zurück­ge­wäh­ren kann, hat er inso­weit Wert­er­satz zu leis­ten. Dies kommt aller­dings nur in Betracht, wenn der Wert­ver­lust auf einen Umgang mit den Waren zurück­zu­füh­ren ist, der zur Prü­fung der Beschaf­fen­heit, der Eigen­schaf­ten und der Funk­ti­ons­wei­se der Waren nicht not­wen­dig war.”
Bei einem Ver­trag über eine ent­gelt­li­che Finan­zie­rungs­hil­fe gilt Fol­gen­des:
a) Ist Ver­trags­ge­gen­stand die Über­las­sung einer Sache mit Aus­nah­me der Lie­fe­rung von Was­ser, Gas oder Strom, die nicht in einem begrenz­ten Volu­men oder in einer bestimm­ten Men­ge zum Ver­kauf ange­bo­ten wer­den, sind hier die kon­kre­ten Hin­wei­se ent­spre­chend Gestal­tungs­hin­weis   Buch­sta­be a und b der Anla­ge 1 zu Arti­kel 246a § 1 Absatz 2 Satz 2 EGBGB zu geben.
Die­se kön­nen durch die kon­kre­ten Hin­wei­se ent­spre­chend Gestal­tungs­hin­weis   Buch­sta­be c der Anla­ge 1 zu Arti­kel 246a § 1 Absatz 2 Satz 2 EGBGB ergänzt wer­den.
b) Ist Ver­trags­ge­gen­stand die Erbrin­gung einer Finanz­dienst­leis­tung, kann hier fol­gen­der Hin­weis gege­ben wer­den:
„Der Dar­le­hens­neh­mer ist zur Zah­lung von Wert­er­satz für die bis zum Wider­ruf erbrach­te Dienst­leis­tung ver­pflich­tet, wenn er aus­drück­lich zuge­stimmt hat, dass vor dem Ende der Wider­rufs­frist mit der Aus­füh­rung der Gegen­leis­tung begon­nen wird. Besteht eine Ver­pflich­tung zur Zah­lung von Wert­er­satz, kann dies dazu füh­ren, dass der Dar­le­hens­neh­mer die ver­trag­li­chen Zah­lungs­ver­pflich­tun­gen für den Zeit­raum bis zum Wider­ruf den­noch erfül­len muss.”
c) Ist Ver­trags­ge­gen­stand die Erbrin­gung einer Dienst­leis­tung, die nicht in der Über­las­sung einer Sache gemäß Buch­sta­be a oder in einer Finanz­dienst­leis­tung besteht, oder die Lie­fe­rung von Was­ser, Gas oder Strom, wenn sie nicht in einem begrenz­ten Volu­men oder in einer bestimm­ten Men­ge zum Ver­kauf ange­bo­ten wer­den, oder die Lie­fe­rung von Fern­wär­me, kön­nen hier die kon­kre­ten Hin­wei­se ent­spre­chend Gestal­tungs­hin­weis   der Anla­ge 1 zu Arti­kel 246a § 1 Absatz 2 Satz 2 EGBGB gege­ben wer­den.
d) Ist Ver­trags­ge­gen­stand die Lie­fe­rung von nicht auf einem kör­per­li­chen Daten­trä­ger befind­li­chen digi­ta­len Inhal­ten, kann hier fol­gen­der Hin­weis gege­ben wer­den:
„Der Dar­le­hens­neh­mer ist zur Zah­lung von Wert­er­satz für die bis zum Wider­ruf gelie­fer­ten digi­ta­len Inhal­te ver­pflich­tet, wenn er aus­drück­lich zuge­stimmt hat, dass vor dem Ende der Wider­rufs­frist mit der Lie­fe­rung der digi­ta­len Inhal­te begon­nen wird.”
Bei einem ange­ge­be­nen Geschäft nach § 360 Absatz 2 Satz 2 BGB ist hier Fol­gen­des ein­zu­fü­gen:
„– Ist der Dar­le­hens­neh­mer auf Grund des Wider­rufs des [ein­set­zen***: ange­ge­be­nen Geschäfts] an den Dar­le­hens­ver­trag nicht mehr gebun­den, führt das hin­sicht­lich des Dar­le­hens­ver­trags zu den glei­chen Fol­gen, die ein­tre­ten wür­den, wenn der Dar­le­hens­ver­trag selbst wider­ru­fen wor­den wäre (vgl. oben unter „Wider­rufs­fol­gen“).“
Bei einem ver­bun­de­nen Ver­trag nach § 358 BGB, der nicht den Erwerb von Finanz­in­stru­men­ten zum Gegen­stand hat, ist hier Fol­gen­des ein­zu­fü­gen:
„– Wenn der Dar­le­hens­neh­mer infol­ge des Wider­rufs des Dar­le­hens­ver­trags nicht mehr an den wei­te­ren Ver­trag gebun­den ist oder infol­ge des Wider­rufs des wei­te­ren Ver­trags nicht mehr an den Dar­le­hens­ver­trag gebun­den ist, gilt ergän­zend Fol­gen­des: Ist das Dar­le­hen bei Wirk­sam­wer­den des Wider­rufs dem Ver­trags­part­ner des Dar­le­hens­neh­mers aus [ein­set­zen***: dem ver­bun­de­nen Ver­trag] bereits zuge­flos­sen, tritt der Dar­le­hens­ge­ber im Ver­hält­nis zum Dar­le­hens­neh­mer hin­sicht­lich der Rechts­fol­gen des Wider­rufs in die Rech­te und Pflich­ten des Ver­trags­part­ners aus dem wei­te­ren Ver­trag ein.“
Die­ser Hin­weis ent­fällt, wenn der Dar­le­hens­ge­ber zugleich Ver­trags­part­ner des Dar­le­hens­neh­mers aus dem wei­te­ren Ver­trag ist.
Bei einem ver­bun­de­nen Ver­trag nach § 358 BGB, der nicht den Erwerb von Finanz­in­stru­men­ten zum Gegen­stand hat, sind hier fol­gen­de Über­schrift und fol­gen­der Hin­weis ein­zu­fü­gen:
„Ein­wen­dun­gen bei ver­bun­de­nen Ver­trä­gen.”
„Der Dar­le­hens­neh­mer kann die Rück­zah­lung des Dar­le­hens ver­wei­gern, soweit ihn Ein­wen­dun­gen berech­ti­gen wür­den, sei­ne Leis­tung gegen­über dem Ver­trags­part­ner aus dem ver­bun­de­nen Ver­trag zu ver­wei­gern. Dies gilt nicht, wenn das finan­zier­te Ent­gelt weni­ger als 200 Euro beträgt oder wenn der Rechts­grund für die Ein­wen­dung auf einer Ver­ein­ba­rung beruht, die zwi­schen dem Dar­le­hens­neh­mer und dem ande­ren Ver­trags­part­ner nach dem Abschluss des Dar­le­hens­ver­trags getrof­fen wur­de. Kann der Dar­le­hens­neh­mer von dem ande­ren Ver­trags­part­ner Nach­er­fül­lung ver­lan­gen, so kann er die Rück­zah­lung des Dar­le­hens erst ver­wei­gern, wenn die Nach­er­fül­lung fehl­ge­schla­gen ist.”
Die­ser Hin­weis und die Über­schrift kön­nen ent­fal­len, wenn der Dar­le­hens­ge­ber weiß, dass das finan­zier­te Ent­gelt weni­ger als 200 Euro beträgt.
* Die Ver­trags­par­tei­en kön­nen auch direkt ange­spro­chen wer­den (z. B. „Sie“, „Wir“). Es kann auch die weib­li­che Form der jewei­li­gen Bezeich­nung und/oder die genaue Bezeich­nung der Ver­trags­par­tei­en ver­wen­det wer­den. Es kön­nen auch die Bezeich­nun­gen „Kre­dit­neh­mer“ und „Kre­dit­ge­ber“ ver­wen­det wer­den. Bei ent­gelt­li­chen Finan­zie­rungs­hil­fen sind die Bezeich­nun­gen ent­spre­chend anzu­pas­sen, bei­spiels­wei­se mit „Lea­sing­ge­ber“ und „Lea­sing­neh­mer“.
** Die­ser Klam­mer­zu­satz ent­fällt bei durch­gän­gi­ger genau­er Bezeich­nung des Vertrags/Geschäfts.
*** Die Bezug­nah­me auf den betref­fen­den Vertrag/auf das betref­fen­de Geschäft kann nach erst­ma­li­ger genau­er Bezeich­nung im Wei­te­ren durch Ver­wen­dung der all­ge­mei­nen Bezeich­nung des jewei­li­gen Vertrags/Geschäfts (ver­bun­de­ner Ver­trag, ange­ge­be­nes Geschäft, zusam­men­hän­gen­der Ver­trag) erfol­gen.