Archiv für den Monat: März 2016

Urteil des BGH durch Bank verhindert

Das viel erwar­te­te Urteil des BGHs im Ver­fah­ren vom Az. XI ZR 478/15 soll­te am 04.05.2016 ver­han­delt wer­den. Die vor­her­ge­hen­de Instanz hat­te dem Dar­le­hens­neh­mer Recht gege­ben. Der Wider­ruf des Dar­le­hens­ver­tra­ges war wirk­sam, die Wider­rufs­be­leh­rung der Bank falsch. Die Revi­si­on wur­de jedoch zuge­las­sen und die beklag­te Bank leg­te ent­spre­chend Revi­si­on ein. Die­se zog jedoch jetzt 6 Tage vor dem Ver­hand­lungs­ter­min über­ra­schend die Revi­si­on zurück.

Das Urteil des OLG Stutt­gart vom 29. Sep­tem­ber 2015 Az. 6 U 21/15 ist damit rechts­kräf­tig gewor­den.
Wei­ter­le­sen

Widerrufsklage gegen die DSL-Bank / Postbank erfolgreich

Das LG Stutt­gart hat in einem von hün­lein rechts­an­wäl­ten ver­tre­te­nen Fall zuguns­ten der Dar­le­hens­neh­mer ent­schie­den und den Wider­ruf als wirk­sam erach­tet. Das LG Stutt­gart stell­te in sei­nem Urteil vom 15.03.2016 Az. 21 O 133/15 fest, dass die ver­wen­de­te Wider­rufs­be­leh­rung der DSL-Ban­k/­Post­bank nicht den sei­ner­zeit gel­ten­den gesetz­li­chen Anfor­de­run­gen ent­spro­chen hat.

Es han­del­te sich um einen Dar­le­hens­ver­trag von 2008 der 2014 wider­ru­fen wur­de.

Es ging dabei vor­lie­gend um eine Wider­rufs­be­leh­rung eines Dar­le­hens­ver­tra­ges der DSL-Ban­k/­Post­bank, die fol­gen­de Pas­sa­gen ent­hielt:

Die Wider­rufs­frist beginnt zu dem Zeit­punkt, zu dem der Dar­le­hens­neh­mer
-ein Exem­plar die­ser Beleh­rung
-und eine Urkun­de oder eine Abschrift des Dar­le­hens­ver­tra­ges oder das Ver­trags-/Dar­le­hens­an­ge­bot des Dar­le­hens­neh­mers, das alle Ver­trags­be­din­gun­gen ent­hält, — im Ori­gi­nal oder in Abschrift – sowie die Finan­zie­rungs­be­din­gun­gen
erhal­ten hat. „
(Wider­rufs­be­leh­rung Dar­le­hens­ver­trag DSL-Ban­k/­Post­bank vom 01.02.2008)

Wei­ter­hin ent­hielt die Wider­rufs­be­leh­rung des Dar­le­hens­ver­tra­ges umfang­rei­che Pas­sa­gen zu den „Wider­rufs­fol­gen“ und zu „Ver­bun­de­ne Geschäf­te“. Wei­ter­le­sen

BGH-Urteil Widerruf ist unabhängig von den Motiven wirksam

Der BGH hat­te heu­te über die Fra­ge zu ent­schei­den, ob ein rechts­miss­bräuch­li­ches Ver­hal­ten bei einem Wider­ruf eines Fern­ab­satz­ver­tra­ges vor­lie­gen könn­te. Hier­zu ent­schied der BGH in sei­nem Urteil vom 16. März 2016 Az. VIII ZR 146/15, dass die Moti­va­ti­on des Klä­gers zum Wider­ruf für die Wirk­sam­keit des Wider­rufs kei­ne Rol­le spielt.
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Fragen zum Rückabrechnen & Streitwert von widerrufenen Darlehensverträgen? BGH klärt auf!

Dar­le­hens­rück­ab­wick­lung leicht gemacht!

Immer wie­der mal führt der BGH in unschein­ba­ren Beschlüs­sen und Ent­schei­dun­gen für die Pra­xis wich­ti­ge Punk­te aus­führ­li­cher aus, als er es in den nach sei­ner Mei­nung nach maß­geb­li­chen Ent­schei­dun­gen mach­te.

Dies trifft auf den Beschluss des BGHs vom 12.01.2016 ZR XI 366/15 zu. Die­ser Beschluss sorgt nicht nur für Klar­heit hin­sicht­lich des Streit­wer­tes bei Wider­rufs­kla­gen (Fest­stel­lung), son­dern auch für die Art und Wei­se der Rück­be­rech­nung von Dar­le­hens­ver­trä­gen.

Es erfolgt qua­si eine Anlei­tung zu den bis­he­ri­gen bei­den Grund­satz­ent­schei­dun­gen des BGHs. Der BGH ver­weist nicht nur auf die bei­den hier­zu maß­geb­li­chen Ent­schei­dun­gen vom 22.09.2015 XI ZR 116/15 und vom 10.03.2009 Az. XI ZR 33/08, son­dern setzt sich mit der zwi­schen­zeit­lich teil­wei­se gegen­läu­fig ergan­ge­nen Recht­spre­chung der Instanz­ge­rich­te und der Lite­ra­tur aus­ein­an­der.
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