Archiv für den Monat: Oktober 2015

Landgericht Frankfurt verurteilt Alte Leipziger Bauspar AG nach Widerruf des Darlehensvertrages

In einem von uns geführ­ten Ver­fah­ren hat das Land­ge­richt Frank­furt mit Urteil vom 22.10.2015 Az. 2–05 O 194/15 ent­schie­den, dass der Wider­ruf des Dar­le­hens­ver­tra­ges recht­mä­ßig war.

Es ging dabei um einen Dar­le­hens­ver­trag aus dem Jah­re 2007 der Anfang 2015 wider­ru­fen wur­de. Die Alte Leip­zi­ger lehn­te den Wider­ruf zunächst außer­ge­richt­lich ab und ließ es auf eine Kla­ge ankom­men. Das Land­ge­richt Frank­furt folg­te jetzt unse­rer Argu­men­ta­ti­on, dass die von der Alten Leip­zi­ger Bau­spar AG in die­sem Fall ver­wen­de­te Wider­rufs­be­leh­rung für den Dar­le­hens­ver­trag feh­ler­haft und nicht geeig­net war, die Wider­rufs­frist in Gang zu set­zen.
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Die Fußnote „Bitte Frist im Einzelfall prüfen.“ ist eine inhaltliche Bearbeitung

Das OLG Karls­ru­he hat mit sei­nem Urteil vom 13.10.2015 Az. 17 U 42/15 erneut eine Spar­kas­sen­be­leh­rung aus dem Jah­re 2003 für unwirk­sam erklärt. Damit bestä­tigt der 17. Sen­ta des OLG Karls­ru­he die bis­he­ri­ge Linie des 4. Senats (27.02.2015 Az. 4 U 144/14).
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OLG Stuttgart erklärt weitere Widerrufsbelehrung für unwirksam

Das OLG Stutt­gart hat in sei­nem Urteil vom 29.09.2015 Az. 6 U 21/05 eine weit ver­brei­te­te Ver­si­on einer Wider­rufs­be­leh­rung von Dar­le­hens­ver­trä­gen von Ban­ken für unwirk­sam erklärt.

Dabei ging es u.a. um die Fra­ge, ob die­se For­mu­lie­rung dem Deut­lich­keits­ge­bot ent­spricht oder nicht:

Die Frist beginnt einen Tag, nach­dem Ihnen

  • ein Exem­plar die­ser Wider­rufs­be­leh­rung und
  • eine Ver­trags­ur­kun­de, Ihr schrift­li­cher Dar­le­hens­an­trag oder eine Abschrift der Ver­trags­ur­kun­de oder Ihres Dar­le­hens­an­tra­ges zur Ver­fü­gung gestellt, sowie
  • die für den Ver­trag gel­ten­den All­ge­mei­nen Geschäfts­be­din­gun­gen und
  • die Infor­ma­tio­nen, zu denen wir nach den Vor­schrif­ten über Fern­ab­satz­ver­trä­ge (§ 312c Abs. 2 BGB in Ver­bin­dung mit § 1 Abs. 1, 2 und 4 BGB-Info­VO) ver­pflich­tet sind,

in Text­form mit­ge­teilt wor­den, nicht jedoch vor dem Tag des Abschlus­ses des Dar­le­hens­ver­trags. ”
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BGH Entscheidet über Rückabwicklung nach Widerruf

In sei­nem jüngst ver­öf­fent­li­chen Beschluss vom 22.09.2015 Az. XI ZR 116/15 bestä­tig­te der Bun­des­ge­richts­hof ein­mal mehr, dass Ban­ken nicht nur Nut­zungs­er­satz für die vom Dar­le­hens­neh­mer geleis­te­ten Zins- und Til­gungs­leis­tun­gen zu zah­len haben, son­dern die­ser sich auch auf 5 Pro­zent­punk­te über Basis­zins­satz beläuft.

Der Bun­des­ge­richts­hof wies dabei zudem dar­auf hin, dass er das The­ma Rück­ab­wick­lung von Dar­le­hens­ver­trä­gen und Nut­zungs­er­satz als von ihm aus­ge­ur­teilt hält. Dies ist ein deut­li­cher Hin­weis an Gerich­te, die bis­her eine „alter­na­ti­ve“ Rück­rech­nung for­ciert haben.
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Neues Gesetz soll rückwirkend die Widerrufsfrist auf ein Jahr und 14 Tage beschränken

Die Bun­des­re­gie­rung ist bereits seit eini­ger Zeit dabei, das Dar­le­hens­rechts zu über­ar­bei­ten. Ein Teil davon sieht u.a. in dem zukünf­ti­gen § 356b BGB vor, dass das Wider­rufs­recht bei Immo­bi­li­en­dar­le­hen nach einem Jahr und 14 Tagen erlö­schen soll. Dies unab­hän­gig davon, ob der Ver­brau­cher über ein Wider­rufs­recht belehrt wur­de oder nicht.
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