Musterbelehrung vom 04.08.2011 bis 12.06.2014

Anla­ge 6 [1]
(zu Arti­kel 247 § 6 Absatz 2 und § 12 Absatz 1)
Mus­ter
für eine Wider­rufs­in­for­ma­ti­on für Ver­brau­cher­dar­le­hens­ver­trä­ge [2]

Wider­rufs­in­for­ma­ti­on
Wider­rufs­recht
Der Dar­le­hens­neh­mer* kann sei­ne Ver­trags­er­klä­rung inner­halb von 14 Tagen ohne Anga­be von Grün­den in Text­form (z.B. Brief, Fax, E-Mail) wider­ru­fen [1]. Die Frist beginnt nach Abschluss des Ver­trags, aber erst, nach­dem der Dar­le­hens­neh­mer alle Pflicht­an­ga­ben nach § 492 Absatz 2BGB (z.B. Anga­be zur Art des Dar­le­hens, Anga­be zum Net­to­dar­le­hens­be­trag, Anga­be zur Ver­trags­lauf­zeit) erhal­ten hat [2]. Der Dar­le­hens­neh­mer hat alle Pflicht­an­ga­ben erhal­ten, wenn sie in der für den Dar­le­hens­neh­mer bestimm­ten Aus­fer­ti­gung sei­nes Antrags oder in der für den Dar­le­hens­neh­mer bestimm­ten Aus­fer­ti­gung der Ver­trags­ur­kun­de oder in einer für den Dar­le­hens­neh­mer bestimm­ten Abschrift sei­nes Antrags oder der Ver­trags­ur­kun­de ent­hal­ten sind und dem Dar­le­hens­neh­mer eine sol­che Unter­la­ge zur Ver­fü­gung gestellt wor­den ist. Über in den Ver­trags­text nicht auf­ge­nom­me­ne Pflicht­an­ga­ben kann der Dar­le­hens­neh­mer nach­träg­lich in Text­form infor­miert wer­den; die Wider­rufs­frist beträgt dann einen Monat. Der Dar­le­hens­neh­mer ist mit den nach­ge­hol­ten Pflicht­an­ga­ben noch­mals auf den Beginn der Wider­rufs­frist hin­zu­wei­sen. Zur Wah­rung der Wider­rufs­frist genügt die recht­zei­ti­ge Absen­dung des Wider­rufs. Der Wider­ruf ist zu rich­ten an: [3]
[4]
[4a]
[4b]
[4c]
Wider­rufs­fol­gen
Der Dar­le­hens­neh­mer hat inner­halb von 30 Tagen das Dar­le­hen, soweit es bereits aus­be­zahlt wur­de, zurück­zu­zah­len und für den Zeit­raum zwi­schen der Aus­zah­lung und der Rück­zah­lung des Dar­le­hens den ver­ein­bar­ten Soll­zins zu ent­rich­ten. Die Frist beginnt mit der Absen­dung der Wider­rufs­er­klä­rung. Für den Zeit­raum zwi­schen Aus­zah­lung und Rück­zah­lung ist bei voll­stän­di­ger Inan­spruch­nah­me des Dar­le­hens pro Tag ein Zins­be­trag in Höhe von [5] Euro zu zah­len. Die­ser Betrag ver­rin­gert sich ent­spre­chend, wenn das Dar­le­hen nur teil­wei­se in Anspruch genom­men wur­de. [6] [7]
[8]
[8a]
[8b]
[8c]
[8d]
[8e]
[8f]

Gestal­tungs­hin­wei­se

  • [1]Bei ent­gelt­li­chen Finan­zie­rungs­hil­fen betref­fend die Über­las­sung von Sachen ist hier Fol­gen­des ein­zu­fü­gen:
    „ ; wenn ihm die Sache vor Frist­ab­lauf über­las­sen wird, kann er den Wider­ruf auch durch Rück­sen­dung der Sache erklä­ren“.
  • [2]Bei Ver­trä­gen im elek­tro­ni­schen Geschäfts­ver­kehr (§ 312g Absatz 1 Satz 1BGB) ist hier Fol­gen­des ein­zu­fü­gen:
    „ , aber erst, nach­dem der Dar­le­hens­ge­ber sei­ne Pflich­ten aus § 312g Absatz 1 Satz 1BGB in Ver­bin­dung mit Arti­kel 246 § 3EGBGB erfüllt hat“.
  • [3]Hier sind ein­zu­fü­gen: Name/Firma und ladungs­fä­hi­ge Anschrift des Wider­rufs­adres­sa­ten. Zusätz­lich kön­nen ange­ge­ben wer­den: Tele­fax­num­mer, E-Mail-Adres­se und/oder, wenn der Dar­le­hens­neh­mer eine Bestä­ti­gung sei­ner Wider­rufs­er­klä­rung an den Dar­le­hens­ge­ber erhält, auch eine Inter­net-Adres­se.
  • [4]Bei Anwen­dung der Gestal­tungs­hin­wei­se [4a] , [4b] oder [4c] sind hier fol­gen­de Unter­über­schrift und fol­gen­der Hin­weis ein­zu­fü­gen:
    „Beson­der­hei­ten bei wei­te­ren Ver­trä­gen“
    „Wenn dem Dar­le­hens­neh­mer für den wei­te­ren Ver­trag ein Rück­ga­be­recht an Stel­le eines Wider­rufs­rechts ein­ge­räumt wur­de, steht die Rück­ga­be im Fol­gen­den dem Wider­ruf gleich.“
  • [4a]Bei einem ver­bun­de­nen Ver­trag nach § 358BGB ist hier ein­zu­fü­gen:
    • a)wenn der Ver­trag nicht den Erwerb von Finanz­in­stru­men­ten zum Gegen­stand hat:
      • Wider­ruft der Dar­le­hens­neh­mer die­sen Dar­le­hens­ver­trag, so ist er auch an den [ein­set­zen: Bezeich­nung des ver­bun­de­nen Ver­trags] (im Fol­gen­den: ver­bun­de­ner Ver­trag)** nicht mehr gebun­den.
      • Steht dem Dar­le­hens­neh­mer in Bezug auf den [ein­set­zen***: ver­bun­de­nen Ver­trag] ein Wider­rufs­recht zu, so ist er mit wirk­sa­mem Wider­ruf des [ein­set­zen***: ver­bun­de­nen Ver­trags] auch an den Dar­le­hens­ver­trag nicht mehr gebun­den. Für die Rechts­fol­gen des Wider­rufs sind die in dem [ein­set­zen***: ver­bun­de­nen Ver­trag] getrof­fe­nen Rege­lun­gen und die hier­für erteil­te Wider­rufs­be­leh­rung maß­geb­lich.“
    • b)wenn der Ver­trag den Erwerb von Finanz­in­stru­men­ten zum Gegen­stand hat:
      • Wider­ruft der Dar­le­hens­neh­mer den [ein­set­zen: Bezeich­nung des ver­bun­de­nen Ver­trags], so ist er auch an den Dar­le­hens­ver­trag nicht mehr gebun­den.“
  • [4b]Bei einem Geschäft, des­sen Ver­trags­ge­gen­stand (die Ware oder Leis­tung des Unter­neh­mers) in dem Ver­brau­cher­dar­le­hens­ver­trag genau ange­ge­ben ist und das nicht gleich­zei­tig die Vor­aus­set­zun­gen eines ver­bun­de­nen Ver­trags gemäß § 358BGB erfüllt (ange­ge­be­nes Geschäft gemäß § 359a Absatz 1BGB), ist hier Fol­gen­des ein­zu­fü­gen:
    • Steht dem Dar­le­hens­neh­mer in Bezug auf das [ein­set­zen: Bezeich­nung des im Dar­le­hens­ver­trag ange­ge­be­nen Geschäfts] (im Fol­gen­den: ange­ge­be­nes Geschäft)** ein Wider­rufs­recht zu, so ist er mit wirk­sa­mem Wider­ruf des ange­ge­be­nen Geschäfts auch an die­sen Dar­le­hens­ver­trag nicht mehr gebun­den.“
  • [4c]Bei einem Ver­trag über eine vom Dar­le­hens­ge­ber für die Dar­le­hens­ge­wäh­rung ver­lang­te Zusatz­leis­tung (§ 359a Absatz 2BGB in Ver­bin­dung mit Arti­kel 247 § 8EGBGB), der nicht gleich­zei­tig die Vor­aus­set­zun­gen eines ver­bun­de­nen Ver­trags gemäß § 358BGB erfüllt und der nicht den durch das Dar­le­hen finan­zier­ten Erwerb von Finanz­in­stru­men­ten zum Gegen­stand hat, kann hier Fol­gen­des ein­ge­fügt wer­den:
    • Steht dem Dar­le­hens­neh­mer in Bezug auf die­sen Dar­le­hens­ver­trag ein Wider­rufs­recht zu, so ist er mit wirk­sa­mem Wider­ruf des Dar­le­hens­ver­trags auch an den [ein­set­zen: Bezeich­nung des Ver­trags über eine Zusatz­leis­tung] (im Fol­gen­den: Ver­trag über eine Zusatz­leis­tung)** nicht mehr gebun­den, wenn der [ein­set­zen***: Ver­trag über eine Zusatz­leis­tung] in unmit­tel­ba­rem Zusam­men­hang mit dem Dar­le­hens­ver­trag abge­schlos­sen wur­de.“
  • [5]Hier ist der genaue Zins­be­trag in Euro pro Tag ein­zu­fü­gen. Cent­be­trä­ge sind als Dezi­mal­stel­len anzu­ge­ben.
  • [6]Ist das Dar­le­hen durch ein Grund­pfand­recht gesi­chert, ist hier Fol­gen­des ein­zu­fü­gen:
    „Wenn der Dar­le­hens­neh­mer nach­weist, dass der Wert sei­nes Gebrauchs­vor­teils nied­ri­ger war als der Ver­trags­zins, muss er nur den nied­ri­ge­ren Betrag zah­len. Dies kann z.B. in Betracht kom­men, wenn der markt­üb­li­che Zins gerin­ger war als der Ver­trags­zins.“
  • [7]Erbringt der Dar­le­hens­ge­ber gegen­über öffent­li­chen Stel­len Auf­wen­dun­gen gemäß § 495 Absatz 2 Satz 1 Num­mer 3 Halb­satz 1 BGB und will er sich für den Fall des Wider­rufs die Gel­tend­ma­chung die­ses Anspruchs vor­be­hal­ten, ist hier Fol­gen­des ein­zu­fü­gen:
    • Der Dar­le­hens­neh­mer hat dem Dar­le­hens­ge­ber auch die Auf­wen­dun­gen zu erset­zen, die der Dar­le­hens­ge­ber gegen­über öffent­li­chen Stel­len erbracht hat und nicht zurück­ver­lan­gen kann.“
  • [8]Bei Anwen­dung der Gestal­tungs­hin­wei­se [8a], [8b], [8c], [8d], [8e] oder [8f] ist hier als Unter­über­schrift ein­zu­fü­gen:
    „Beson­der­hei­ten bei wei­te­ren Ver­trä­gen“.
    Dies gilt nicht, wenn bei einer ent­gelt­li­chen Finan­zie­rungs­hil­fe betref­fend die Über­las­sung einer Sache aus­schließ­lich der Hin­weis
    8c ver­wandt wird und wei­te­re Ver­trä­ge nicht vor­lie­gen.
    Lie­gen meh­re­re wei­te­re Ver­trä­ge neben­ein­an­der vor, kann im Fol­gen­den die Unter­rich­tung gemäß den anwend­ba­ren Gestal­tungs­hin­wei­sen auch durch eine ent­spre­chen­de, jeweils auf den kon­kre­ten Ver­trag bezo­ge­ne, wie­der­hol­te Nen­nung der Hin­wei­se erfol­gen.
  • [8a]Bei einem ver­bun­de­nen Ver­trag nach § 358BGB oder einem ange­ge­be­nen Geschäft nach § 359a Absatz 1BGB, der oder das nicht den Erwerb von Finanz­in­stru­men­ten zum Gegen­stand hat, ist hier Fol­gen­des ein­zu­fü­gen:
    • Steht dem Dar­le­hens­neh­mer in Bezug auf [ein­set­zen***: den ver­bun­de­nen Ver­trag und/oder das ange­ge­be­ne Geschäft] ein Wider­rufs­recht zu, sind im Fall des wirk­sa­men Wider­rufs [ein­set­zen***: des ver­bun­de­nen Ver­trags und/oder des ange­ge­be­nen Geschäfts] Ansprü­che des Dar­le­hens­ge­bers auf Zah­lung von Zin­sen und Kos­ten aus der Rück­ab­wick­lung des Dar­le­hens­ver­trags gegen den Dar­le­hens­neh­mer aus­ge­schlos­sen.“
  • [8b]Bei einem ver­bun­de­nen Ver­trag nach § 358BGB, der nicht den Erwerb von Finanz­in­stru­men­ten zum Gegen­stand hat oder bei einem Ver­trag über eine Zusatz­leis­tung, wenn von Gestal­tungs­hin­weis [4c] Gebrauch gemacht wur­de, ist hier Fol­gen­des ein­zu­fü­gen:
    • Ist der Dar­le­hens­neh­mer auf­grund des Wider­rufs die­ses Dar­le­hens­ver­trags an [ein­set­zen***: den ver­bun­de­nen Ver­trag und/ oder den Ver­trag über eine Zusatz­leis­tung] nicht mehr gebun­den, sind inso­weit die bei­der­seits emp­fan­ge­nen Leis­tun­gen zurück­zu­ge­wäh­ren und ggf. gezo­ge­ne Nut­zun­gen (z.B. Zin­sen) her­aus­zu­ge­ben.“
  • [8c]Bei einem ver­bun­de­nen Ver­trag nach § 358BGB über die Über­las­sung einer Sache oder bei einem Ver­trag über eine ent­gelt­li­che Finan­zie­rungs­hil­fe, deren Ver­trags­ge­gen­stand die Über­las­sung einer Sache ist, sowie bei einem Ver­trag über eine Zusatz­leis­tung gerich­tet auf die Über­las­sung einer Sache, wenn von Gestal­tungs­hin­weis [4c] Gebrauch gemacht wur­de, ist hier fol­gen­der Unter­ab­satz ein­zu­fü­gen:
    • Paket­ver­sand­fä­hi­ge Sachen sind auf Kos­ten und auf Gefahr des Ver­trags­part­ners des Dar­le­hens­neh­mers zurück­zu­sen­den. Die Kos­ten der Rück­sen­dung hat der Dar­le­hens­neh­mer abwei­chend davon zu tra­gen, wenn dies im [ein­set­zen***: ver­bun­de­nen Ver­trag und/oder Ver­trag über eine Zusatz­leis­tung] wirk­sam ver­ein­bart wur­de. Nicht paket­ver­sand­fä­hi­ge Sachen wer­den beim Dar­le­hens­neh­mer abge­holt.“
      Der zwei­te Satz („Die Kos­ten der Rück­sen­dung …“) ent­fällt, wenn ein wei­te­rer Ver­trag nicht vor­liegt.
      Der Unter­ab­satz kann wie folgt ergänzt wer­den:
      „Wenn der Dar­le­hens­neh­mer die auf­grund [ein­set­zen
      ***: des ver­bun­de­nen Ver­trags oder des Ver­trags über eine Zusatz­leis­tung oder ein­set­zen: Bezeich­nung der ent­gelt­li­chen Finan­zie­rungs­hil­fe] über­las­se­ne Sache sowie Nut­zun­gen (z.B. Gebrauchs­vor­tei­le) nicht oder teil­wei­se nicht oder nur in ver­schlech­ter­tem Zustand zurück­ge­wäh­ren bezie­hungs­wei­se her­aus­ge­ben kann, hat er inso­weit Wert­er­satz zu leis­ten. Für die Ver­schlech­te­rung der Sache muss der Dar­le­hens­neh­mer Wert­er­satz nur leis­ten, soweit die Ver­schlech­te­rung auf einen Umgang mit der Sache zurück­zu­füh­ren ist, der über die Prü­fung der Eigen­schaf­ten und der Funk­ti­ons­wei­se hin­aus­geht. Unter „Prü­fung der Eigen­schaf­ten und der Funk­ti­ons­wei­se“ ver­steht man das Tes­ten und Aus­pro­bie­ren der jewei­li­gen Ware, wie es etwa im Laden­ge­schäft mög­lich und üblich ist.“
      Han­delt es sich bei dem ver­bun­de­nen Ver­trag oder dem Ver­trag über eine Zusatz­leis­tung um einen Fern­ab­satz­ver­trag, für den ein Wider­rufs­recht gemäß § 312dBGB besteht oder bestand, sind die bei­den vor­her­ge­hen­den Sät­ze durch fol­gen­de Sät­ze zu erset­zen:
      „Für die Ver­schlech­te­rung der Sache und für gezo­ge­ne Nut­zun­gen muss der Dar­le­hens­neh­mer Wert­er­satz nur leis­ten, soweit die Ver­schlech­te­rung auf einen Umgang mit der Sache zurück­zu­füh­ren ist, der über die Prü­fung der Eigen­schaf­ten und der Funk­ti­ons­wei­se hin­aus­geht. Unter „Prü­fung der Eigen­schaf­ten und der Funk­ti­ons­wei­se“ ver­steht man das Tes­ten und Aus­pro­bie­ren der jewei­li­gen Ware, wie es etwa im Laden­ge­schäft mög­lich und üblich ist.“
  • [8d]Bei einem ange­ge­be­nen Geschäft nach § 359a Absatz 1BGB ist hier Fol­gen­des ein­zu­fü­gen:
    • Ist der Dar­le­hens­neh­mer auf­grund des Wider­rufs des [ein­set­zen:*** ange­ge­be­nen Geschäfts] an den Dar­le­hens­ver­trag nicht mehr gebun­den, sind inso­weit die bei­der­seits emp­fan­ge­nen Leis­tun­gen zurück­zu­ge­wäh­ren und ggf. gezo­ge­ne Nut­zun­gen (z.B. Zin­sen) her­aus­zu­ge­ben.“
  • [8e]Bei einem ver­bun­de­nen Ver­trag nach § 358BGB oder einem ange­ge­be­nen Geschäft nach § 359a Absatz 1BGB, der oder das nicht den Erwerb von Finanz­in­stru­men­ten zum Gegen­stand hat, oder bei einem vom Dar­le­hens­ge­ber finan­zier­ten Ver­trag über eine Zusatz­leis­tung, wenn von Gestal­tungs­hin­weis [4c] Gebrauch gemacht wur­de, ist hier Fol­gen­des ein­zu­fü­gen:
    • Wenn der Dar­le­hens­neh­mer infol­ge des Wider­rufs des Dar­le­hens­ver­trags nicht mehr an den wei­te­ren Ver­trag gebun­den ist oder infol­ge des Wider­rufs des wei­te­ren Ver­trags nicht mehr an den Dar­le­hens­ver­trag gebun­den ist, gilt ergän­zend Fol­gen­des: Ist das Dar­le­hen bei Wirk­sam­wer­den des Wider­rufs dem Ver­trags­part­ner des Dar­le­hens­neh­mers aus [ein­set­zen***: dem ver­bun­de­nen Ver­trag und/oder dem ange­ge­be­nen Geschäft und/oder dem Ver­trag über eine Zusatz­leis­tung] bereits zuge­flos­sen, tritt der Dar­le­hens­ge­ber im Ver­hält­nis zum Dar­le­hens­neh­mer hin­sicht­lich der Rechts­fol­gen des Wider­rufs in die Rech­te und Pflich­ten des Ver­trags­part­ners aus dem wei­te­ren Ver­trag ein.“
      Die­ser Hin­weis ent­fällt, wenn der Dar­le­hens­ge­ber zugleich Ver­trags­part­ner des Dar­le­hens­neh­mers aus dem wei­te­ren Ver­trag ist.
  • [8f]Bei einem ver­bun­de­nen Ver­trag nach § 358BGB, der nicht den Erwerb von Finanz­in­stru­men­ten zum Gegen­stand hat, sind hier fol­gen­de Über­schrift und fol­gen­der Hin­weis ein­zu­fü­gen:
    Ein­wen­dun­gen bei ver­bun­de­nen Ver­trä­gen
    „Der Dar­le­hens­neh­mer kann die Rück­zah­lung des Dar­le­hens ver­wei­gern, soweit ihn Ein­wen­dun­gen berech­ti­gen wür­den, sei­ne Leis­tung gegen­über dem Ver­trags­part­ner aus dem ver­bun­de­nen Ver­trag zu ver­wei­gern. Dies gilt nicht, wenn das finan­zier­te Ent­gelt weni­ger als 200 Euro beträgt oder wenn der Rechts­grund für die Ein­wen­dung auf einer Ver­ein­ba­rung beruht, die zwi­schen dem Dar­le­hens­neh­mer und dem ande­ren Ver­trags­part­ner nach dem Abschluss des Dar­le­hens­ver­trags getrof­fen wur­de. Kann der Dar­le­hens­neh­mer von dem ande­ren Ver­trags­part­ner Nach­er­fül­lung ver­lan­gen, so kann er die Rück­zah­lung des Dar­le­hens erst ver­wei­gern, wenn die Nach­er­fül­lung fehl­ge­schla­gen ist.“
    Die­ser Hin­weis und die Über­schrift kön­nen ent­fal­len, wenn der Dar­le­hens­ge­ber weiß, dass das finan­zier­te Ent­gelt weni­ger als 200 Euro beträgt.
  • * Die Ver­trags­par­tei­en kön­nen auch direkt ange­spro­chen wer­den (z.B. „Sie“, „Wir“). Es kann auch die weib­li­che Form der jewei­li­gen Bezeich­nung und/oder die genaue Bezeich­nung der Ver­trags­par­tei­en ver­wen­det wer­den. Es kön­nen auch die Bezeich­nun­gen „Kre­dit­neh­mer“ und „Kre­dit­ge­ber“ ver­wen­det wer­den. Bei ent­gelt­li­chen Finan­zie­rungs­hil­fen sind die Bezeich­nun­gen ent­spre­chend anzu­pas­sen, bei­spiels­wei­se mit „Lea­sing­ge­ber“ und „Lea­sing­neh­mer“. Die wei­ter­ge­hen­de Anpas­sungs­pflicht für ent­gelt­li­che Finan­zie­rungs­hil­fen gemäß Arti­kel 247 § 12 Absatz 1 Satz 4EGBGB bleibt unbe­rührt.
  • ** Die­ser Klam­mer­zu­satz ent­fällt bei durch­gän­gi­ger genau­er Bezeich­nung des Vertrags/Geschäfts.
  • *** Die Bezug­nah­me auf den betref­fen­den Vertrag/auf das betref­fen­de Geschäft kann nach erst­ma­li­ger genau­er Bezeich­nung im Wei­te­ren durch Ver­wen­dung der all­ge­mei­nen Bezeich­nung des jewei­li­gen Vertrags/Geschäfts (ver­bun­de­ner Ver­trag, ange­ge­be­nes Geschäft, Ver­trag über eine Zusatz­leis­tung) erfol­gen.

 

[1] Anla­ge 6 in der Fas­sung vom 04.08.2011 bis 12.06.2014

[2] Gilt nur für Ver­brau­cher­dar­le­hens­ver­trä­ge im Sin­ne des § 495 BGB in der jewei­li­gen Fas­sung.