Archiv für den Monat: März 2018

Der BGH und die Verwirkung von bereits zurückgeführten Darlehensverträgen

Der XI. Senat des BGHs hat in sei­nem Beschluss vom 23.01.2018 Az. XI ZR 298/17 aus sei­ner Sicht Klar­heit über die Fra­ge geschaf­fen, ob und wann die Annah­me der Ver­wir­kung des Wider­rufs­rechts von Dar­le­hens­ver­trä­gen, die vor dem Wider­ruf zurückgeführt/beendet wur­den, mög­lich ist.

Bei dem Wider­ruf von lau­fen­den Ver­trä­gen, sieht der BGH hin­ge­gen kei­nen Anlass für die Annah­me der Ver­wir­kung. Hier ist die Bank i.d.R. nicht schutz­wür­dig, weil sie grund­sätz­lich immer die Mög­lich­keit der Nach­be­leh­rung hat (BGH 12.07.2016 Az. XI ZR 564/15). Aus­nah­men bestä­ti­gen die Regel.
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Volksbank nach Widerruf von Darlehen zur Zahlung verurteilt

In einem von hün­lein rechts­an­wäl­ten geführ­ten Ver­fah­ren, hat das OLG Cel­le die Volks­bank Nien­burg nach dem Wider­ruf zwei­er Immo­bi­li­en­dar­le­hens­ver­trä­gen mit Urteil vom 14.02.2018 Az. 3 U 162/17 zur Zah­lung von über 15.000 € an die Dar­le­hens­neh­mer ver­ur­teilt.

Inhalt­lich ging es dabei um zwei Dar­le­hens­ver­trä­ge bei der Volks­bank aus dem Jah­re 2003 und 2004. Die­se ent­hiel­ten u.a. Wider­rufs­be­leh­run­gen mit dem Pas­sus:

Sofern Sie nicht tag­gleich mit dem Ver­trags­ab­schluss über Ihr Wider­rufs­recht belehrt wor­den sind, beträgt die Frist einen Monat.”.

Die Dar­le­hens­ver­trä­ge wur­den 2011 bzw. 2013 zurück­ge­führt und im Mai 2016 der Wider­ruf erklärt.
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