Archiv für den Monat: September 2014

Vorfälligkeitsentschädigung kann nach erfolgtem Widerruf zurückgefordert werden!

Eine Kün­di­gung des Dar­le­hens­ver­tra­ges schließt nicht auto­ma­tisch den Wider­ruf des­sel­ben aus. Es ist auch nach einer Kün­di­gung noch mög­lich, den Wider­ruf zu erklä­ren. Als Gestal­tungs­recht der das Dar­le­hens­ver­hält­nis ex nunc ver­nich­tet, geht es der Kün­di­gung vor, bei dem sich der Dar­le­hens­ver­trag ledig­lich in ein Rück­ge­währ­schuld­ver­hält­nis umwan­delt.
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Widerruf des Darlehens zur Nutzung der derzeit günstigen Zinslage rechtmäßig!

Das Land­ge­richt Ulm stellt in einem aktu­el­len Urteil fest, dass es kei­ne unzu­läs­si­ge Rechts­aus­übung ist, sein Wider­rufs­recht bei einem Dar­le­hens­ver­trag zu nut­zen, nur um vom der­zeit his­to­risch güns­ti­gen Zins­satz pro­fi­tie­ren zu kön­nen.
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Widerruf eines Darlehensvertrages 5 Jahre nach erfolgter Kündigung ist unzulässig!

Ein Dar­le­hens­neh­mer der 5 Jah­re nach erfolg­ter und durch­ge­führ­ter Kün­di­gung sei­nes Dar­le­hens­ver­tra­ges den­sel­ben wider­ruft auf­grund einer feh­ler­haf­ten Wider­rufs­be­leh­rung han­delt in unzu­läs­si­ger Art und Wei­se. Das Wider­rufs­recht ist dann nach § 242 BGB ver­wirkt.
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Verwirkung des Widerrufsrechts bei Darlehen nach 2 Jahrzehnten möglich!

Das Land­ge­richt Wies­ba­den hat eine Ver­wir­kung des Wider­rufs­rechts von Dar­le­hens­ver­trä­gen nach 20 Jah­ren ange­nom­men.

Vor­lie­gend ging es um einen Dar­le­hens­ver­trag aus dem Jah­re 1994, der 2013 wider­ru­fen wur­de. Bei dem Dar­le­hens­ver­trag han­del­te es sich um ein grund­pfand­recht­lich besi­cher­tes Dar­le­hen und gel­tend gemacht wur­de mit der Kla­ge des Dar­le­hens­neh­mers unter ande­rem ein Wider­rufs­recht nach dem damals (1994) gel­ten­den Ver­brau­cher­kre­dit­recht. Aller­dings sah das dama­li­ge Ver­brau­cher­kre­dit­recht kein Wider­rufs­recht für grund­pfand­recht­lich besi­cher­te Dar­le­hen vor. Ver­trä­ge aus die­ser Zeit kön­nen heu­te, wenn über­haupt nur noch nach dem damals gel­ten­den Haus­tür­wi­der­rufs­ge­setz wider­ru­fen wer­den. Dafür sind die beson­de­ren Umstän­de eines Haus­tür­ge­schäf­tes not­wen­dig. In allen ande­ren Fäl­len dürf­te ein Wider­rufs­recht zumeist ver­fal­len sein. Wei­ter­le­sen

Zusatzerklärungen im Text der Widerrufsbelehrung führen regelmäßig zur Unwirksamkeit derselben!

Der Bun­des­ge­richts­hof ent­schied am 18.03.2014 Az. II ZR 109/13 dar­über, ob wei­te­re Infor­ma­tio­nen im Wider­rufstext, die zwar sach­dien­lich, aber nicht im Mus­ter­text ent­hal­ten sind, zur Unwirk­sam­keit der Wider­rufs­be­leh­rung füh­ren. Im vor­lie­gen­den Fall bejah­te er die­se Fra­ge.
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