Archiv für den Monat: Juli 2016

Nutzungsersatz i.H.v. 5 Prozentpunkten über Basiszinssatz für Darlehensnehmer gerechtfertigt

Das OLG Karls­ru­he hat in einem von hün­lein rechts­an­wäl­ten geführ­ten Ver­fah­ren mit Urteil vom 15.07.2016 Az. 4 U 8/16 zuguns­ten der Dar­le­hens­neh­mer Nut­zungs­er­satz in Höhe von 5 Pro­zent­punk­te über Basis­zins­satz auf die vol­le Rate (Zin­sen + Til­gung) aner­kannt.
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OLG Frankfurt hält Widerrufsbelehrung der Degussa Bank für falsch

Gute Nacht­rich­ten für Dar­le­hens­neh­mer, die wegen des Wider­rufs von Ver­brau­cher­dar­le­hens­ver­trä­gen gegen die Degus­sa Bank der­zeit ver­han­deln. Der 23. Senat des OLG Frank­furt hat in einem von hün­lein rechts­an­wäl­ten geführ­ten Ver­fah­ren in einem Hin­weis­be­schluss ange­kün­digt, zu beab­sich­ti­gen die Beru­fung der Degus­sa Bank per Beschluss zurück­zu­wei­sen (§ 522 ZPO).

Die Degus­sa Bank war gegen das von hün­lein rechts­an­wäl­ten erstrit­te­ne Urteil des Land­ge­richts Frank­furt vom 16.11.2015 Az. 2–18 O 204/15 zunächst in Beru­fung gegan­gen. Der 23. Senat hat im Beru­fungs­ver­fah­ren Az. 23 U 188/15 jetzt aus­führ­lich begrün­det, war­um er das Urteil des LG Frank­furt für rich­tig hält und der Beru­fung der Degus­sa Bank kei­ne Aus­sich­ten auf Erfolg zuge­steht.

Die Degus­sa Bank hat dar­auf­hin ihre Beru­fung zurück­ge­nom­men. Das für den Dar­le­hens­neh­mer posi­ti­ve Urteil vom LG Frank­furt ist sodann rechts­kräf­tig gewor­den.

BGH hält Sparkassenbelehrung für falsch, Widerruf wirksam!

Der BGH hat in sei­ner Ent­schei­dung vom 12. Juli 2016 Az. XI ZR 564/15, die Wider­rufs­be­leh­rung der beklag­ten Spar­kas­se als feh­ler­haft ange­se­hen. Der Wider­ruf der Dar­le­hens­neh­me­rin ist danach wirk­sam erklärt wor­den.

Die Wider­rufs­be­leh­rung, die der BGH in sei­nem Urteil vom 12.07.2016 Az. XI ZR 564/15 als falsch ange­se­hen hat, ent­hielt sowohl den Pas­sus „Die Frist beginnt frü­hes­tens …“ als auch die Fuß­no­te „Bit­te Frist im Ein­zel­fall prü­fen.“.
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