Archiv für den Monat: Oktober 2016

Anerkenntnisurteil gegen Sparkasse Rhein-Nahe beim OLG Koblenz

In einem von hün­lein rechts­an­wäl­ten geführ­ten Ver­fah­ren vor dem OLG Koblenz wegen des Wider­rufs eines Dar­le­hens­ver­tra­ges bei der Spar­kas­se Rhein-Nahe aus dem Jah­re 2007 erkann­te die Spar­kas­se die Kla­ge in zwei­ter Instanz an. Das OLG Koblenz erließ dar­auf­hin am 24.10.2016 unter dem Az. 8 U 165/16 ein Aner­kennt­nis­ur­teil gegen die Spar­kas­se Rhein-Nahe. Die Wider­rufs­kla­ge war inso­weit erfolg­reich. Wei­ter­le­sen

Der BGH und die Widerrufsbelehrung (Sparkassenbelehrung BGH XI ZR 564/15)

Der BGH hat sich in sei­nem Urteil vom 12.07.2016 Az. XI ZR 564/15 nicht nur zu einer weit ver­brei­te­ten Ver­si­on einer Wider­rufs­be­leh­rung von den Spar­kas­sen befasst, son­dern die­se Gele­gen­heit genutzt, ein paar grund­sätz­li­che Fest­stel­lun­gen zu tref­fen.

Kein Zwei­fel gibt es vor allem dar­an, dass die vom BGH behan­del­te weit ver­brei­tet Wider­rufs­be­leh­rung von Dar­le­hens­ver­trä­gen vie­ler Spar­kas­sen als falsch ein­zu­stu­fen ist.

Die Wider­rufs­be­leh­rung ent­hielt u.a. fol­gen­de For­mu­lie­rung:

Sie kön­nen Ihre Ver­trags­er­klä­rung inner­halb von zwei Wochen [2] ohne Anga­be von Grün­den in Text­form (z.B. Brief, Fax, E-Mail) wider­ru­fen. Die Frist beginnt frü­hes­tens mit Erhalt die­ser Beleh­rung.“
„[2] Bit­te Frist im Ein­zel­fall prü­fen.“

(BGH Urteil vom 12.07.2016 Az. XI ZR 564/15)
Wei­ter­le­sen

LG Darmstadt verurteilt Cronbank AG nach Widerruf von Darlehensvertrag

Das LG Darm­stadt hat mit Urteil vom 28.09.2016 Az. 23 O 78/15 in einem von hün­lein rechts­an­wäl­ten geführ­ten Ver­fah­ren die Cron­bank AG nach dem Wider­ruf eines Dar­le­hens­ver­tra­ges zur Rück­ab­wick­lung ver­ur­teilt.

Dabei stell­te das LG Darm­stadt nicht nur fest, dass die Wider­rufs­be­leh­rung der Cron­bank AG feh­ler­haft war, son­dern auch dass die Dar­le­hens­neh­mer Anspruch auf Nut­zungs­er­satz i.H.v. 2,5 Pro­zent­punk­ten über Basis­zins­satz haben und ab dem Wider­ruf kei­ne Zin­sen bzw. Nut­zungs­er­satz an die Cron­bank AG leis­ten müs­sen.

Inso­fern ist es für die Dar­le­hens­neh­mer ein vol­ler Erfolg. Nicht nur redu­ziert sich die Dar­le­hens­sum­me auf­grund des von der Cron­bank geschul­de­ten Nut­zungs­er­sat­zes, son­dern das Dar­le­hen ist ab dem Wider­ruf auch zins­frei gestellt.

Die Wider­rufs­be­leh­rung des Dar­le­hens­ver­tra­ges mit der Cron­bank AG stammt vom Sep­tem­ber 2008 und ent­hält u.a. die For­mu­lie­run­gen:

Sie kön­nen Ihre Ver­trags­er­klä­rung inner­halb von zwei Wochen (einem Monat)1 ohne Anga­be von Grün­den in Text­form (…) wider­ru­fen.“

In der Fuß­no­te heißt es:

Die Wider­rufs­frist beträgt gemäß § 355 Abs. 2 S. 2 BGB einen Monat, wenn die Wider­rufs­be­leh­rung erst nach Ver­trags­schluss in Text­form dem Kun­den mit­ge­teilt wird bzw. wer­den kann (…).“
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