Landgericht Frankfurt verurteilt Alte Leipziger Bauspar AG nach Widerruf des Darlehensvertrages

In einem von uns geführ­ten Ver­fah­ren hat das Land­ge­richt Frank­furt mit Urteil vom 22.10.2015 Az. 2–05 O 194/15 ent­schie­den, dass der Wider­ruf des Dar­le­hens­ver­tra­ges recht­mä­ßig war.

Es ging dabei um einen Dar­le­hens­ver­trag aus dem Jah­re 2007 der Anfang 2015 wider­ru­fen wur­de. Die Alte Leip­zi­ger lehn­te den Wider­ruf zunächst außer­ge­richt­lich ab und ließ es auf eine Kla­ge ankom­men. Das Land­ge­richt Frank­furt folg­te jetzt unse­rer Argu­men­ta­ti­on, dass die von der Alten Leip­zi­ger Bau­spar AG in die­sem Fall ver­wen­de­te Wider­rufs­be­leh­rung für den Dar­le­hens­ver­trag feh­ler­haft und nicht geeig­net war, die Wider­rufs­frist in Gang zu set­zen.

Die Wider­rufs­be­leh­rung des Dar­le­hens­ver­tra­ges ent­hielt unter ande­rem die For­mu­lie­rung „Die Frist beginnt frü­hes­tens“. Auf die Schutz­wir­kung des Mus­ters konn­te sich die Alte Leip­zi­ger Bau­spar AG nicht beru­fen, weil sie die Wider­rufs­fol­gen des Mus­ters der Wider­rufs­be­leh­rung in der Anla­ge 2 zum § 14 BGB-Info­VO in der Fas­sung vom 08.12.2004 bis 31.03.2008 nicht voll­stän­dig über­nom­men wor­den ist. Es fehl­te unter den Wider­rufs­fol­gen der Satz aus dem Mus­ter „Ver­pflich­tun­gen zur Erstat­tung von Zah­lun­gen müs­sen Sie inner­halb von 30 Tagen nach Absen­dung Ihrer Wider­rufs­er­klä­rung erfül­len.“.

Aus die­sen Grün­den folg­te uns das Land­ge­richt Frank­furt in sei­nem Urteil vom 22.10.2015 Az. 2–05 O 194/15 und ver­ur­teil­te die Alte Leip­zi­ger Bau­spar­kas­se AG antrags­ge­mäß.

Ins­be­son­de­re war das The­ma Ver­wir­kung für das Land­ge­richt Frank­furt kein The­ma. Dies dürf­te allen ande­ren betrof­fe­nen ein wich­ti­ger Hin­weis sein.

Update:
Das Urteil ging in die Beru­fung zum 23. Senat des OLG Frank­furts. Die­ser hat kürz­lich in einem Hin­weis­be­schluss mit­ge­teilt, der Beru­fung der Alten Leip­zi­ger kei­ne Erfolgs­aus­sich­ten bei­zu­mes­sen. Das OLG reg­te daher an, dass die Bank die Beru­fung zurück nimmt. Es dürf­te daher vor­aus­sicht­lich bei dem posi­ti­ven Urteil für den Dar­le­hens­neh­mer blei­ben.

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