Sparkasse Fulda wegen Widerruf von Immobiliendarlehen verurteilt

Das Land­ge­richt Ful­da (LG Ful­da) hat mit Urteil vom 25.01.2018 Az. 4 O 588/15 in einem von hün­lein rechts­an­wäl­ten geführ­ten Wider­rufs­pro­zess die Spar­kas­se Ful­da ver­ur­teilt. Das LG Ful­da stell­te antrags­ge­mäß fest, dass die Spar­kas­se Ful­da ab dem Wider­ruf kei­ne ver­trag­li­chen Ansprü­che mehr gegen­über den Dar­le­hens­neh­mern gel­tend machen darf.

Es ging in dem Ver­fah­ren um den Wider­ruf eines 2003 geschlos­se­nen Immo­bi­li­en­dar­le­hens bei der Spar­kas­se Ful­da. Die­ses wur­de 2013 pro­lon­giert und im Mai 2015 der Wider­ruf des Dar­le­hens­ver­tra­ges erklärt. Wie das LG Ful­da jetzt in sei­nem Urteil vom 25.01.2018 Az. 4 O 588/15 fest­stell­te, zu Recht. Kern­punkt des Ver­fah­rens war eine Wider­rufs­be­leh­rung der Spar­kas­se Ful­da, die u.a. den Ter­mi­nus “frü­hes­tens” ent­hielt. Die­se war im vor­lie­gen­den Fall nicht geeig­net die Dar­le­hens­neh­mer aus­rei­chend über ihr Wider­rufs­recht zu beleh­ren, daher war der spä­te Wider­ruf wirk­sam.

Zwar ist der Wider­ruf für soge­nann­te “Alt­ver­trä­ge” die vor dem 11.06.2010 geschlos­sen wur­den per Gesetz zum 21.06.2010 aus­ge­lau­fen, jedoch betrifft dies nicht Dar­le­hens­ver­trä­ge die ab dem 11.06.2010 geschlos­sen wur­den. Auch bei die­sen Dar­lehns­ver­trä­gen kön­nen nach wie vor Umstän­de vor­lie­gen, die zum Wider­ruf des ent­spre­chen­den Ver­tra­ges berech­tig­ten kön­nen. Im Fal­le des Wider­rufs ist es der Bank ver­wehrt vom Dar­le­hens­neh­mer für die Rück­füh­rung eine Vor­fäl­lig­keits­ent­schä­di­gung zu ver­lan­gen. Die Bank muss zudem die bis zum Wider­ruf vom Dar­le­hens­neh­mer geleis­te­ten Zah­lun­gen mit 2,5 Pro­zent­punk­ten über Basis­zins­satz ver­zin­sen, wenn sie nichts ande­res bewei­sen kann.

Betrof­fe­ne Dar­le­hens­neh­mer, die den Wider­ruf in Betracht zie­hen, soll­ten sich fach­lich bera­ten las­sen.


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