Oberlandesgericht Frankfurt bestätigt Rechtsprechung zur Sparkasse Hanau

Der 17. Senat hält die Wider­rufs­be­leh­rung der Spar­kas­se Hanau aus den Jah­ren 2004 und 2005 für feh­ler­haft. Damit schließt er sich voll­um­fäng­lich dem Urteil des 23. Sena­tes vom 25.04.2016 Az. 23 U 98/15 an.

Das OLG Frank­furt ent­schied mit Urteil vom 18.05.2016 Az. 17 U 67/15, dass zwei Wider­rufs­be­leh­run­gen der Spar­kas­se Hanau von Dar­le­hens­ver­trä­gen aus dem Jah­re 2004 und 2005 unwirk­sam sind. Dabei han­del­te es sich um die Wider­rufs­be­leh­rung der Spar­kas­se Hanau die u.a. „Die Frist beginnt frü­hes­tens…“ als auch die Fuß­no­te „Bit­te Frist im Ein­zel­fall prü­fen.“ und einen vom Mus­ter abwei­chen­den Teil zu „Finan­zier­te Geschäf­te“ ent­hiel­ten.

Die Begrün­dung ist inso­weit iden­tisch mit den ande­ren Urtei­len des 17. und 23. Senats vom OLG Frank­furt.

Hin­sicht­lich des Rechts­miss­brauchs bezieht sich das OLG Frank­furts auf den BGH-Beschluss vom 16.03.2016 Az. VIII ZR 146/15, indem der BGH expli­zit Rechts­miss­bräuch­lich­keit beim Wider­ruf abge­lehnt hat. Jede Ent­schei­dung des BGHs zum The­ma Wider­ruf wird von den Ober­lan­des­ge­rich­ten der­zeit gera­de­zu auf­ge­so­gen.

Das OLG Frank­furt schreibt (Urteil vom 25.04.2016 Az. 23 U 98/15):

“…eine wie auch immer gear­te­te “Gesin­nungs­prü­fung” fin­det nicht statt — und zwar weder inner­halb der Zwei-Wochen-Frist noch danach. Inso­fern ist es ohne Wei­te­res legi­tim, das Wider­rufs­recht aus rein wir­schaft­li­chen Erwä­gun­gen gel­tend zu machen.”

Ein­mal mehr wird hier­mit klar­ge­stellt, dass es kei­ne Rol­le spielt, war­um der Wider­ruf erklärt wird. Dem Dar­le­hens­neh­mer steht nach § 355 Abs. 3 S. 3 BGB a.F. ein Wider­rufs­recht zu, wenn er feh­ler­haft belehrt wur­de und war­um er dies dann nutzt, ist sei­ne Ent­schei­dung. Die­se hat kei­ne Rele­vanz für die Fra­ge, ob der Wider­ruf wirk­sam ist oder nicht.

Nach­dem jetzt kurz auf­ein­an­der zwei Sena­te des OLG Frank­furt Wider­rufs­be­leh­run­gen von Dar­le­hens­ver­trä­gen der Spar­kas­se Hanau aus den Jah­ren 2004, 2005 und 2008 als falsch ange­se­hen hat, dürf­ten die­se Ver­fah­ren aus­ge­ur­teilt sein, was das OLG Frank­furt und das LG Hanau angeht.

Die­ses hat­te zuvor noch den berech­tig­ten Wider­ruf der Klä­ger abge­lehnt und die Kla­ge abge­wie­sen. Die Beru­fung bestä­tig­te hin­ge­gen die Ansicht der Kanz­lei hün­lein rechts­an­wäl­te, dass die Wider­rufs­be­leh­rung feh­ler­haft ist und änder­te das Urteil des LG Hanau ab.

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