DKB nach Widerruf zur Zahlung von Nutzungsersatz verurteilt

Das LG Ber­lin hat in einem von hün­lein rechts­an­wäl­ten geführ­ten Ver­fah­ren mit Urteil vom 14.02.2018 Az. 38 O 149/17 die Deut­sche Kre­dit­bank (kurz “DKB”) nach Wider­ruf eines Immo­bi­li­en­dar­le­hens zur Zah­lung von Nut­zungs­er­satz ver­ur­teilt.

Es ging dabei um einen Dar­le­hens­ver­trag aus dem Jah­re 2006, der 2016 wider­ru­fen und spä­ter zurück­ge­führt wur­de.

Die DKB wei­ger­te sich zunächst aus­ser­ge­richt­lich den Wider­ruf umzu­set­zen. Dar­auf­hin wur­de Kla­ge auf Zah­lung gegen­über der DKB erho­ben. Ins­be­son­de­re wur­de der der Dar­le­hens­neh­me­rin zuste­hen­de Nut­zungs­er­satz in Höhe von 2,5 Pro­zent­punk­ten über Basis­zins­satz gefor­dert. Das LG Ber­lin gab der Kla­ge im Wesent­li­chen statt und ver­ur­teil­te die DKB zur Zah­lun­ge von über 8.700 € an die Dar­le­hens­neh­me­rin.

Die von der DKB im vor­lie­gen­den Fall ver­wen­de­te Wider­rufs­be­leh­rung ent­hielt dabei sowohl den Ter­mi­nus “frü­hes­tens” als auch einen beson­de­ren Hin­weis zu einem angeb­li­chen Erlö­schen des Wider­rufs­rechts, wenn der Ver­trag voll­stän­dig erfüllt ist und der Dar­le­hens­neh­mer dem zustimmt.

Bei­des sind im Sin­ne der BGH-Recht­spre­chung kla­re feh­ler­haf­te For­mu­lie­run­gen.

Das Wider­rufs­recht für den Dar­le­hens­ver­trag konn­te daher auf­grund der feh­ler­haf­ten Wider­rufs­be­leh­rung nicht in Gang gesetzt wer­den. Mit­hin urteil­te das LG Ber­lin am 14.02.2018 Az. 38 O 149/17 im Ein­klang mit der BGH-Recht­spre­chung zu Guns­ten der Dar­le­hens­neh­me­rin. Der Wider­ruf war wirk­sam und der Dar­le­hens­neh­me­rin ste­hen Ansprü­che gegen­über der DKB auf Zah­lung des Nut­zungs­er­sat­zes in Höhe von 2,5 Pro­zent­punk­ten über Basis­zins­satz auf alle von der Dar­le­hens­neh­me­rin bis zum Wider­ruf erbrach­ten Leis­tun­gen zu.

Ver­wir­kung und Rechts­miss­brauch wur­den vom LG Ber­lin mit zutref­fen­der Begrün­dung abge­lehnt.


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