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Erneut erfolgreiches Widerrufsverfahren gegen Sparda-Bank Hessen

Mit Urteil vom 27.10.2017 Az. 2–05 O 414/16 bestä­tig­te das LG Frank­furt den Wider­ruf zwei­er Dar­le­hens­ver­trä­ge bei der Spar­da-Bank Hes­sen aus den Jah­ren 2008 und 2010. 

In dem von hün­lein rechts­an­wäl­ten geführ­ten Pro­zess, ging es dabei um die Wirk­sam­keit einer oft von der Spar­da-Bank Hes­sen und ande­ren Spar­da-Ban­ken in die­sem Zeit­raum ver­wen­de­ten Widerrufsbelehrung. 

Das LG Frank­furt stüt­ze sei­ne Ent­schei­dung dabei auf die Aus­füh­run­gen des BGHs vom 21.02.2017 XI ZR 381/16, 14.03.2017 XI ZR 442/16 und 16.05.2017 XI ZR 586/15. Die­ser hat­te inso­weit für den vor­lie­gen­den Fall von Rele­vanz, fol­gen­de For­mu­lie­rung als falsch eingestuft.

“Der Lauf der Frist für den Wider­ruf beginnt einen Tag[,] nach­dem Ihnen
— eine Aus­fer­ti­gung die­ser Wider­rufs­be­leh­rung und
— die Ver­trags­ur­kun­de, der schrift­li­che Ver­trags­an­trag oder eine Abschrift der Ver­trags­ur­kun­de oder des Vertragsantrags
zur Ver­fü­gung gestellt wurden”. 

Maß­geb­lich ist hier für den BGH der Pas­sus „der schrift­li­che Ver­trags­an­trag“. Die­ser wür­de laut BGH nicht hin­rei­chend deut­lich machen, weil er so ver­stan­den wer­den kann, dass die Wider­rufs­frist unab­hän­gig von der Abga­be der Ver­trags­er­klä­rung des Ver­brau­chers zu lau­fen beginnt. 
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